Was haben Brauereien und Konsolen gemeinsam?

Antwort: Natürlich nichts. Doch hört man in letzter Zeit gerade im Zusammenhang mit der PSP Homebrew als scheinbar feststehenden Begriff. Dieser kommt natürlich aus dem Englischen, und beduetet so viel wie “Selbstgebraut”, also: zu Hause gebraut, wie man den Begriff wörtlich übersetzen würde. Doch was kann man denn mit einer Konsole brauen?

Antwort: Natürlich nichts. Stattdessen sollte man die Frage anders stellen: Was kann man für die PSP brauen, bauen, selbst herstellen, programmieren? Und genau hier trifft der sprichwörtliche Nagel den Kopf: Denn Homebrew bezeichnet im weitesten Sinne eine immer weiter wachsende Gruppe von Menschen, die selbst Programme für ihre Konsolen entwickeln oder anwenden, und das, ohne sich diese Programme von den Herstellern lizensieren zu lassen, und meist auch, ohne Geld für ihre Programme zu verlangen.

Anders als zum Beispiel PS3 Savegames, welche letztlich nichts anderes als gespeicherte Spielstände von Spielen sind, die bei den Herstellern der Konsolen lizensiert wurden, werden Homebrew Programme nicht lizensiert, die Konsolenhersteller erhalten keine Gebühren für diese Programme – weshalb diesen die Homebrew Szene natürlich ein Dorn im Auge ist. Denn oft werden die Konsolen selbst sogar subventioniert verkauft, lediglich kostendeckend oder gar unter dem Herstellungspreis, der eigentliche Gewinn wird dann mit dem Verkauf von Lizenzen für die Spiele erzielt, was die Homebrew Szene trotz aller Sicherungsmaßnahmen der Hersteller immer wieder zu untergraben versteht, um die Anwendungsbereiche der Konsolen zum Teil deutlich zu erweitern, die Möglichkeiten der eingebauten Technik voll auszunutzen. Zum Beispiel ist es so möglich, seine PSP nicht nur als Multimedia-Station zu nutzen, sondern kann zum Beispiel auch .pdf Dateien anzeigen. So wird die PSP auch noch zur tragbaren Bibliothek.

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